»Entzogene Kulturgüter« 1935-1945 - Die Situation in Freiburg
»Aus erster Hand« – Erlebtes und Erforschtes aus der Zeit 1933–1945
Mit der Verfolgung der Juden und der Shoa wurde von Anbeginn an auch deren materielle Beraubung propagiert und durchgeführt. Dieser Raub fand damals auf der Grundlage einer Vielzahl von gesetzlichen Regelungen und unter Beteiligung von Behörden und eigens dafür eingerichteten Institutionen statt. Auch der Kunstbesitz jüdischer Bürgerinnen und Bürger war davon betroffen; oftmals wurde er beschlagnahmt oder in der Not unter Wert verkauft.
Mit der Unterzeichnung der Washingtoner Erklärung von 1998 hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, die Recherche nach der Herkunft von Kunstwerken zu intensivieren und diese zu restituieren. Auch in Freiburg werden deswegen die Bestände unter die Lupe genommen.
Sie sind eingeladen, Einblick zu nehmen in die Arbeit eines Museums, das seinen Beitrag zur Aufarbeitung des NS-Unrechts leistet. Wie lassen sich während der Zeit des Nationalsozialismus beschlagnahmte Kunstwerke ausfindig machen? Wie finden sich die Vorbesitzer oder deren Erben? Kann es im Umgang mit unrechtmäßig enteignetem Kunstbesitz eine »gerechte und faire Lösung« geben?



