Schuld und Sünde
Gesprächskreis »Christlicher Glaube für Fragende«
Die österliche Bußzeit – an deren Beginn wir an diesem Sonntag stehen – lädt uns dazu ein, den Trott oder den Galopp unseres Lebens zu unter-brechen und dieses Leben realistisch in den Blick zu nehmen. Dies bedeutet, nicht nur die Sonnenseiten zu betonen, sondern auch die Schattenseiten ehrlich zu betrachten.
Anzuerkennen, dass es diese Schattenseiten auch gibt, vielleicht geben muss, und »Schuld« nicht nur ein Thema der jeweils Anderen ist, stellt dabei einen ersten Schritt zur der Erkenntnis dar, dass auch unser endliches und deshalb fehlerhaftes Leben nicht heillos sein muss. Die in Jesus Christus ergangene Vergebungszusage Gottes an den Menschen eröffnet »Leben in Fülle«, wie es die Bibel nennt. Dies schließt die Möglichkeit ein, Schuld nicht zu verdrängen, sondern sich mit sich selbst, den Menschen und mit Gott zu versöhnen.
Vielleicht wird Sie nach diesem Sonntagvormittag das Exsultet der Osternacht nicht ganz so überraschen, in dem es heißt: »O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden.«
Wir laden Sie ein, sich diesen Fragen am ersten Fastensonntag zu stellen, und fragend, hörend, mitredend am Gesprächskreis teilzunehmen.
Veranstaltung Nr. 108



