Elisabeth Augustin
Literarisches am Sonntagnachmittag
Vortragsreihe gemeinsam mit der Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarabeit
Elisabeth Augustin kam mit ihrer Familie 1908 nach Leipzig. Dort besuchte sie die Schule, nahm später Schauspielunterricht und begann zu schreiben. Erste Veröffentlichungen sind ab 1923 belegt. 1933 floh sie mit ihrem Mann und den beiden Kindern nach Amsterdam. Seit dieser Zeit schrieb die Autorin in zwei Sprachen Romane, Erzählungen, Hörspiele und Gedichte. Sie übersetzte aus dem Niederländischen und besprach deutsche Bücher.
Durch die Ehe mit einem »Arier« geschützt, konnte sie selbst nach dem Überfall auf die Niederlande im Mai 1940 in Amsterdam überleben. Ihre Mutter, die seit 1938 bei ihrer Tochter lebte, wurde 1943 deportiert und im NS-Vernichtungslager Sobibor ermordet.
In ihrem Schreiben setzt sich Augustin mit dem Verlust ihrer Mutter auseinander und fragt nach den Möglichkeiten des Weiterlebens nach der Erfahrung der Shoah.
vorgestellt von Nikola Herweg (Marbach)



