Dr. Gabriele Fritsch-Vivié (Berlin)
Sofort nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 wurden die deutsch-jüdischen Künstler und Intellektuellen der musikalischen, theatralischen und geistigen Berufe ausgesondert und standen über Nacht berufs- und mittellos auf der Straße. Diejenigen, die nicht ins Exil gingen, entwickelten eine eigene Kulturtätigkeit in einem Kulturbund, der einem großen Kreis von Zuschauern ein breites Spektrum an musikalischen, theatralischen und lehrreichen Veranstaltungen sowie Erwerbsmöglichkeiten auf nicht-künstlerischem Gebiet anbot, zuerst in Berlin, dann auch in ganz Deutschland. »Arier« hatten keinen Zutritt. Es war bis zuletzt (1941) geistiger Widerstand nicht zum Sturz des Systems, sondern zum Schutz des Einzelnen, zu seiner Selbsterhaltung in Würde und Teilhabe am geistig-künstlerischen Tun.
Sie sind herzlich eingeladen, mehr über die Bedeutung des Kulturbundes Deutscher Juden als kulturtragende und als soziale Einrichtung in einer Zeit von Ausgrenzung und Verfolgung zu erfahren.
Veranstaltung Nr. 14-116
Sofort nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 wurden die deutsch-jüdischen Künstler und Intellektuellen der musikalischen, theatralischen und geistigen Berufe ausgesondert und standen über Nacht berufs- und mittellos auf der Straße. Diejenigen, die nicht ins Exil gingen, entwickelten eine eigene Kulturtätigkeit in einem Kulturbund, der einem großen Kreis von Zuschauern ein breites Spektrum an musikalischen, theatralischen und lehrreichen Veranstaltungen sowie Erwerbsmöglichkeiten auf nicht-künstlerischem Gebiet anbot, zuerst in Berlin, dann auch in ganz Deutschland. »Arier« hatten keinen Zutritt. Es war bis zuletzt (1941) geistiger Widerstand nicht zum Sturz des Systems, sondern zum Schutz des Einzelnen, zu seiner Selbsterhaltung in Würde und Teilhabe am geistig-künstlerischen Tun.
Sie sind herzlich eingeladen, mehr über die Bedeutung des Kulturbundes Deutscher Juden als kulturtragende und als soziale Einrichtung in einer Zeit von Ausgrenzung und Verfolgung zu erfahren.
Veranstaltung Nr. 14-116



