Die Anzahl von Menschen mit einer Demenz nimmt stetig zu. Knappe Pflegeressourcen und Kostendruck verschärfen die schwierige Frage nach dem richtigen Umgang mit ihnen. Ein neuer Trend scheint in der Betreuung um sich zu greifen: Virtuelle Zugfahrten oder fingierte Haltestellen, an denen nie ein Bus fährt, sollen Menschen mit Demenz Wohlbefinden bereiten. Dies führt allerdings zu Fragen: Ist die Verwendung solcher Schein-Elemente moralisch zulässig? Rechtfertigt der positive Effekt auf das Wohlbefinden die Täuschung von Menschen mit Demenz? Ist das Vorleben einer falschen Realität als Würdeverletzung zu beurteilen?
Janine Graf-Wäspe (Angewandte Ethik, Zürich)
Janine Graf-Wäspe (Angewandte Ethik, Zürich)
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