In seinem neuen Buch: »Le Mensch. Eine Ethik der Identitäten« betrachtet Alfred Grosser die komplexen Aspekte heutiger Identität. Im Zentrum steht für ihn die Frage, was der Mensch ist: als Individuum oder Amtsinhaber, als Angehöriger einer Gruppe, Religion oder Ethnie. Dabei wehrt er sich gegen ein altes Grundübel, das aktueller ist denn
je – den Finger, der auf andere zeigt, das »schlimme DIE«: DIE Muslime, DIE Frauen, DIE Juden, DIE Deutschen, DIE Flüchtlinge. Facettenreich und mit vielen persönlichen Rückblicken schreibt der große Europäer Alfred Grosser über die Entstehung und Moral sozialer Identität.
Er selbst, 1925 in Frankfurt am Main geboren, seit 1937 französischer Staatsbürger, ein »jüdisch geborener, mit dem Christentum geistig verbundener Atheist«, vereint mehrere Identitäten in sich. Das hat ihm geholfen, der zu werden, der er ist: einer der wichtigsten Wegbereiter der deutsch-französischen Verständigung. Er schreibt: »Ich habe das Glück, als Außenseiter innerhalb zweier Gemeinschaften mitstreiten zu dürfen, denen ich nicht angehöre. Als Franzose in Deutschland. Als Atheist im französischen Katholizismus.«
Im Anschluss an die Vorstellung seines neuen Buches, das im Schlusskapitel die »Identitäten der Religionen« behandelt, wird Alfred Grosser im Gespräch mit Professor Dr. Magnus Striet seine Thesen diskutieren.
Wir freuen uns darauf, Sie zu dieser Veranstaltung begrüßen zu können!
Prof. Dr. Alfred Grosser (Publizist/Schriftsteller, Paris)
anschließend Gespräch mit
Prof. Dr. Magnus Striet (Fundamentaltheologe, Freiburg)
Das detaillierte Tagungsprogramm sowie Informationen zu den Kosten entnehmen Sie bitte dem PDF.



