Papier ist ein zentrales Element, mit dem sich die junge Künstlerin Elisabeth Roth auseinandersetzt: ausschneiden, Schnitte setzen, mit dem Ausgeschnittenen komponieren, um so durch Destruktion zu neuen Bildern zu gelangen, das sind wesentliche Aspekte ihrer vielfältigen und nicht nur papierenen Arbeiten. »Silhouetten«, mit diesem Titel erinnert sie an den französischen Finanzminister Etienne de Silhouette aus dem 18. Jahrhundert, der es ernst nahm und tatsächlich das Geld dort eintrieb, wo es vorhanden war, bei den Reichen und Adeligen. Die Umrisse und Konturen in Roths Arbeiten haben oft mit Prozessen des Sichtbar- und Unsichtbarmachens zu tun. Dies schreibt sich ihren Werken ein, wie sie selbst sagt: »Ich schreibe mit der Schere Figuren und Gegenstände, ich zeichne Gedichte, ich komponiere Bilder.«
Einführung: Inka Gressel (Stuttgart)
Musikalische Gestaltung: Ralph Hammer (Karlsruhe)



