Karl Rahner (1904–1984) gilt als einer der bedeutendsten katholischen Theologen des 20. Jahrhunderts. Sein Denken hat die katholische Kirche auf und nach dem II. Vatikanischen Konzil wesentlich mit geprägt. Die Konzilsgeneration hat Rahners Schriften eifrig studiert. Viele damalige Studierende haben ihn im Studium oder in einem Vortrag gehört. Doch heute, mehr als 30 Jahre nach seinem Tod, schwindet die Erinnerung an diesen großen Denker und Jesuiten.
Der bekannte emeritierte Freiburger Theologieprofessor
Gisbert Greshake (*1933) hat Karl Rahner persönlich erlebt, ist ihm im Laufe seines Lebens an verschiedenen Orten begegnet, ja hat sogar fast zwei Jahre mit ihm zusammen gewohnt. An diesem Abend nimmt er die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine spannende Reise, die vom deutschen Priesterseminar Germanicum in Rom über Münster und Wien bis nach Freiburg führt. Er legt dar, wie Karl Rahner ihn als jungen Studenten vor dem Konzil aus der Enge der damaligen Theologie befreite, welche Impulse er von Rahner auch später noch erhielt, wie sich beider Denken wechselseitig zu bereichern begann und auch, wo er schließlich andere theologische Wege als Rahner eingeschlagen hat. Das Ganze reichlich garniert mit Anekdoten und Bonmots des knorrigen Alemannen Karl Rahner.