In der Ukraine herrscht seit sechs Jahren Krieg. Doch es nicht nur ein Krieg, den Russland oder prorussische Separatisten gegen das ukrainische Volk führen. Die Abspaltung der »Volksrepubliken« Donezk und Lugansk, die Besetzung der Krim und die unterschiedlichen Sichtweisen des Konflikts entfremden die gesellschaftlichen Gruppen innerhalb der Ukraine voneinander. Mehr als 1,5 Millionen Binnenflüchtlinge aus Donezk, Lugansk und der Krim müssen in die Gesellschaft integriert werden. Kann es einen Frieden zwischen den verschiedenen Gruppen geben? Wie kann die Beziehung zu Russland, dem einst familiär, kulturell und wirtschaftlich so eng verflochtenen Nachbarstaat, neu gestaltet werden? Und welchen Einfluss hat die soziale Arbeit der Kirchen in der Ukraine auf einen Versöhnungsprozess? Zum Auftakt der Renovabis Pfingstaktion 2020 »In Frieden leben« widmet sich die Veranstaltung dem vergessenen Krieg in Europa und den Perspektiven zur Versöhnung.
Gernot Erler (Staatsminister a. D. und MdB a. D., ehemaliger Russlandbeauftragter der Bundesregierung, Freiburg)
Dr. Eduard Klein (Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen)
Erzpriester Oleksandr Petrenko (Leiter eines kirchlichen Rehazentrums, Zelenyi)
Svetlana Shukh (Leiterin des Caritas-Sozialzentrums in Dnipro)
Andrij Waskowycz (Präsident der Caritas Ukraine)