Die Sehnsucht nach der Natur – auch im städtischen Umfeld - und die Verantwortung für die Umwelt machen Vegetation zu einem Hauptthema der zwei Künstlerinnen aus Frankreich und Deutschland. Sie ergründen dabei auf ganz unterschiedliche
Weise Verbindungen in der Natur und die Rolle des Menschen: Während Mélody Seiwert Pflanzenteile fotografiert und sich für wissenschaftliche Kreisläufe und Zusammenhänge in der Natur interessiert, untersucht Ingrid Rodewald in ihren Collagen
anhand von Plakatwerbung soziologische Aspekte der Gesellschaft. Seiwerts philosophische Recherche geht von kleinen Pflanzenteilen aus, durch die sich ein Kosmos erschließt. In den Collagen hingegen werden Abbildungen von Pflanzen neu zusammengesetzt, so dass erst mit räumlichem Abstand ein klareres Bild erscheint. So entsteht aus der künstlerischen
Analyse von Fragmenten der Vegetation eine poetische Reflexion von Umwelt und Gesellschaft.
Einführung: Susanne Meier-Faust, M. A. (Kunsthistorikerin/Kuratorin, Freiburg)
Musik: Sebastian Ruf (Pianist, Freiburg)
Dauer der Ausstellung: 18. Februar bis 8. Mai 2020