Zarte, nach innen gekehrte Gesichter, die in ihrer Zerbrechlichkeit und Schutzlosigkeit anrühren. Dunkle Mooreiche, die an Kindertage denken lässt und an das Auffinden von ganz besonders geformten Holzstücken, die eine fantastische Geschichte zu
erzählen wissen. Oder auch Figuren, die aus den grob belassenen Hölzern fein und weiß hervortreten und so poesie-gleich eine eigene Dynamik entwickeln – die Skulpturen und Objekte der Bildhauerin Susanna Giese berühren unweigerlich. Ihre Figuren sind humane Kommentare, bildgewordener Ausdruck eigener Texte – wie auch der Titel der Ausstellung – oder von Zitaten, die sie in der Literatur auffindet und in intensiven Prozessen Gestalt annehmen lässt. Dabei beschäftigt sich die Künstlerin stets mit dem Menschsein in all seinen ambivalenten Facetten. Ihre Werke möchten dazu anregen, über Menschlichkeit nachzudenken, über die Verletzlichkeit des Lebens und darüber, wie wir letztlich im menschlichen
Miteinander damit umgehen.
Einführung: Markus Hoenninger (Bildhauer/Kunsttherapeut, Freiburg)
Musik: Mathias Kozinowski (Klarinette, Stuttgart)
Dauer der Ausstellung: 26. Mai bis 7. August 2020