Um J. S. Bachs Matthäus-Passion wird es in dieser Online-Veranstaltung gehen. Diese »große Passion«, so der Titel im Familien- und Schülerkreis des berühmten Leipziger Thomaskantors, zählt heute zur musikalischen Weltliteratur. Bei der Erstaufführung 1727 war das freilich noch kaum zu erahnen. Die Musik, die damals die Hörer*innen im nachmittäglichen Gottesdienst des Karfreitags zu hören bekamen und die bald darauf für fast ein Jahrhundert kaum noch bekannt war, fasziniert heute weltweit. Denn über drei Stunden hinweg »übersetzen« der Textdichter Picander und der Komponist Bach die Leidensgeschichte Jesu in anteilnehmende Worte und in affektvolle Barockmusik. Das Bibelwort vom Leiden des unschuldigen Gottessohnes wird vergegenwärtigt und beständig ergänzt durch Antworten des Glaubens in Arien und Chorälen wie »O Haupt voll Blut und Wunden«.
Der Dirigent,
Hannes Reich, und der Wissenschaftler,
Meinrad Walter, werden sich über Fragen der musikalischen und theologischen Interpretation dieser Musik von Leid und Leidenschaft austauschen: über die doppelchörige Gesamtanlage und über Bachs komponierte Integration von Dramatik und Innerlichkeit, auch über Fragen der heutigen Aufführungspraxis.
Eingeladen zu dieser interdisziplinären Reflexion über die Worte und Klänge des unerschöpflichen Werkes sind »Kenner und Liebhaber«, um es mit Bach zu sagen. Wir laden insbesondere diejenigen ein, die Bachs Musik in dieser Passionszeit 2021 leider nicht konzertant singen und spielen können, aber auch alle, die sich mit Bachs Musik auf die bevorstehenden Kar- und Ostertage einstimmen wollen.
>>> Die Online-Veranstaltung ist kostenfrei.
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