In einer Denkwerkstatt werden anhand von Texten ideengeschichtliche Hintergründe des Rechtspopulismus und der AfD aufgezeigt. Grundlegend sind romantische Denkmuster prägend für diese politische Richtung. Unter der Epoche der Romantik (1780 bis 1820) versteht man nicht nur Stile der Kunst und Literatur, sondern auch politische Einstellungen.
Diese Einstellungen richten sich, speziell auf deutschem Boden, gegen die französische Aufklärung. Die Vernunft, die prägend war für die Aufklärung, wurde durch ein organisches Denken im Staatsverständnis ersetzt. Der bürgerlichen Gesellschaft wird Hohlheit und Heuchelei vorgeworfen. Der Gesellschaftsrahmen einer bürgerlichen Ordnung wird abgelehnt. Das Fremde wird kritisch gesehen bis hin zur Ablehnung von Migranten. Man huldigt einem irrationalen deutschen Volkstums-Gedanken. Liberale und demokratische Gesellschaftsentwürfe werden pauschal abgelehnt. Da die völkische Identität betont wird, tritt ein Internationalismus zurück. Die individuellen Freiheitsrechte werden hintenangestellt, dafür die kollektive Freiheit des Volkes priorisiert. In diesem Rahmen wird die EU von der AfD kritisch gesehen.
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