Macht die Fortsetzung der angekündigten Veranstaltungsreihe in der geänderten Weltlage überhaupt noch Sinn? Das haben wir uns in den letzten beiden Wochen tatsächlich gefragt. Die Trump-Administration hatte zwar angekündigt, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. Diesen Rückzug gab es schon unter Trump 1.
Doch diesmal ist der Schritt der USA sehr viel weitgehender: Sie treten auch aus der Klimarahmenkonvention aus und ziehen sich aus dem Weltklimarat IPCC zurück. Das bedeutet – um nur ein Beispiel zu nennen – dass die USA sich aller Berichtspflichten entledigen und künftig keine Emissionsdaten mehr veröffentlichen müssen.
Gleichzeitig wird erst nach und nach sichtbar, welches Ausmaß die bewusste Politik der Demontage gegenüber allen Institutionen der Klimaforschung in den USA annimmt. Wozu man wissen muss, dass die dort laufenden Forschungen und Datenerhebungen bisher einen immensen Beitrag für die Ausrichtung der internationalen Klimapolitik geleistet haben. Von den Autorinnen und Autoren z.B., die den aktuellen Sachstandsbericht des Weltklimarates erarbeiten, kommt die Hälfte aus den USA. Nun werden diese Forschungen aber nicht nur behindert, sondern zielgerichtet zerstört. Datenbänke jahrelanger Forschung werden vernichtet und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler persönlich angegriffen und bedroht.
Und wäre das nicht alles schrecklich genug, greifen die Klimawandelleugner im Weißen Haus in Venezuela, Grönland und weiteren Staaten nach den fossilen Reserven, die dringend UNTER der Erde bleiben müssten, wenn der Kampf gegen die Erderwärmung noch eine Chance haben soll.
Also: Macht die Fortsetzung der angekündigten Veranstaltungsreihe in der geänderten Weltlage überhaupt noch Sinn? Wir haben einstweilen entschieden: Jetzt erst recht. Wir haben eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die nach uns auf dieser Erde leben werden, und wir haben eine Verantwortung gegenüber den Menschen im Globalen Süden, die schneller und heftiger als wir die Folgen des Klimawandels spüren. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, am 22. Januar um 18.15 Uhr in die Aula der Universität zu kommen, und gemeinsam mit unseren Expertinnen und Experten zu diskutieren, welche Fortschritte in der internationalen Klimapolitik immer noch möglich sind. Und was wir dazu beitragen können. Jetzt erst recht!
Im zweiten Teil der Reihe stehen folgende Fragen im Fokus:
Warum Klimakonferenzen unverzichtbar, aber reformbedürftig sind
Wie hat sich der Prozess der Klimakonferenzen seit dem Abkommen von Paris weiterentwickelt?
Was spricht dafür, diesen Prozess fortzusetzen?
Welche Fehlentwicklungen sind zu kritisieren?
Welche Änderungen sind notwendig?
Ablauf und Mitwirkende:
18.15 Begrüßung und Einführung
18.30 Vortrag
Dr. Karsten Sach (Beirat Stiftung Klimaneutralität)
18.50 Vortrag
Dr. Susanne Götze (Publizistin, Redakteurin DER SPIEGEL)
19.10 Pause
19.30 Vortrag
Prof. Dr. Cathrin Zengerling (Umwelt und Natürliche Ressourcen)
18.30 Vortrag
Dr. Karsten Sach (Beirat Stiftung Klimaneutralität)
18.50 Vortrag
Dr. Susanne Götze (Publizistin, Redakteurin DER SPIEGEL)
19.10 Pause
19.30 Vortrag
Prof. Dr. Cathrin Zengerling (Umwelt und Natürliche Ressourcen)
19.50 Vortrag
Nisha Toussaint-Teachout (Fridays for Future)
20.10 Podiumsgespräch mit
Dr. Susanne Götze, Dr. Karsten Sach, Nisha Toussaint-Teachout, Prof. Dr. Cathrin Zengerling
Gesprächsleitung Josef Mackert
Nisha Toussaint-Teachout (Fridays for Future)
20.10 Podiumsgespräch mit
Dr. Susanne Götze, Dr. Karsten Sach, Nisha Toussaint-Teachout, Prof. Dr. Cathrin Zengerling
Gesprächsleitung Josef Mackert
Ort: Universität Freiburg, Aula
Beginn: 18.15 Uhr
Im Rahmen der verfügbaren Plätze ist der Eintritt frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Livestream ist am Veranstaltungstag über die Startseite der Homepage der Katholischen Akademie abrufbar. Es wird kein Link versendet.
Wissenswertes zu den Mitwirkenden:
Programmflyer:
Folgende Veranstaltungen zum Vormerken :
Donnerstag, 05. Februar 2026 // 18.15 Uhr // Aula der Universität Freiburg und im Livestream
Warum die Ziele von Paris bislang verfehlt wurden
Inwiefern wurden die in Paris beschlossenen Ziele bislang verfehlt?
Inwiefern wurden die in Paris beschlossenen Ziele bislang verfehlt?
Welche Regime/Ordnungen/Politiken arbeiten gegen das Erreichen der Ziele?
Welche politischen und finanzpolitischen Reformen wären nötig?
Donnerstag, 23. April 2026 // 16.15 Uhr //Aula der Universität Freiburg und im Livestream
Warum Klimagerechtigkeit eine Zukunftsfrage für alle ist
Wurde das Ziel der Klimagerechtigkeit seit Paris gestärkt?
Welche Dimensionen müssten Ausgleichsleistungen für Loss and Damage der ärmsten Länder annehmen?
Ist intergenerationelle Gerechtigkeit gegenüber der Zukunft überhaupt noch möglich?
Warum Klimagerechtigkeit eine Zukunftsfrage für alle ist
Wurde das Ziel der Klimagerechtigkeit seit Paris gestärkt?
Welche Dimensionen müssten Ausgleichsleistungen für Loss and Damage der ärmsten Länder annehmen?
Ist intergenerationelle Gerechtigkeit gegenüber der Zukunft überhaupt noch möglich?
Bitte beachten Sie die jeweiligen Veranstaltungsorte.




