Am 18. Juli 2025 widmete sich ein Studientag in der Katholischen Akademie Freiburg den beiden in Theologie und Kirche zentralen Begriffen „Synodalität“ und „Subsidiarität“; und konkret der Frage, wie diese beiden Prinzipien als Leitideen auch den umfassenden pastoralen Strukturprozess im Erzbistum Freiburg „Kirchenentwicklung 2030“ prägen. Der Studientag fand in Zusammenarbeit mit dem „Ausschuss Kirchenentwicklung“ im Diözesanrat des Erzbistums Freiburg statt.
Synodalität und Subsidiarität als Leitideen der Kirchenentwicklung
Video-Dokumentation
Bei diesem Studientag zeigte Thomas Söding, der emeritierte Bochumer Professor für Neutestamentliche Exegese und Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), dass der Synodale Weg in der deutschen Ortskirche und die Weltsynode Ausdruck der gleichen synodalen Reformbewegung in der katholischen Kirche weltweit sind.
Das sogenannte Subsidiaritätsprinzip, das im katholisch-sozialen Denken entstanden ist, soll auch nach innen ernst genommen werden, als Ausdruck von Verantwortung, Teilhabe und Vertrauen, fordert Professorin Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für Christliche Gesellschaftslehre und Sozialethik an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg.
Dr. Andreas Batlogg, Jesuit, Theologe, Journalist und Autor mehrerer Bücher über Papst Franziskus zeigte, dass der mehrjährige weltweite Synodale Prozess in der katholischen Kirche das wesentliche Erbe des ersten Jesuitenpapstes ist; Papst Leo XIV. hat mehrfach betont, diesen Prozess fortführen und verstetigen zu wollen.
An der Podiumsdiskussion am Abend des Studientages nahmen auch der Freiburger Erzbischof Stephan Burger und Dr. Klemens Gramlich, Mitglied des Vorstandes des Diözesanrats im Erzbistum Freiburg, teil; der Fokus lag dabei auf der Frage, wie die Leitideen von Synodalität und Subsidiarität in dem Kirchenentwicklungsprozess K2030 im Erzbistum Freiburg umgesetzt werden sollen, können, werden.
Bei der jüngsten Sitzung der Weltsynode in Rom im vergangenen Oktober wurde die, in der ignatianischen Geisteswelt verankerte Methode der sogenannten „spirituellen Konversation“ angewandt. Auch wenn ein Studientag in der Katholischen Akademie einen ganz anderen Charakter, eine ganz andere Aufgabe als eine synodale Veranstaltung hat, sollte dennoch etwas „Synodalität“ erfahrbar, erlebbar sein. In diesem Sinne führte Monika Rohfleisch, Diplomtheologin, Pastoralreferentin und derzeit als Klinikseelsorgerin und „Seelsorgende für Seelsorgende“ in der Erzdiözese Freiburg tätig, zu Beginn der Veranstaltung ein diese Methode und gestaltete während des Studientages auch mehrere kurze „geistliche Unterbrechungen“. Sie ist auch Mitarbeiterin der „diözesanen Koordinationsgruppe: „Prozesse Geistlich Gestalten im diözesanen Projekt Kirchenentwicklung 2030.“
Die drei Vorträge sowie die anschließende Diskussion sind jetzt veröffentlicht. Hier geht es zur Playlist.
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