Mit der beschlossenen Baugesetzbuch-Novelle – dem sogenannten „Bauturbo“ – erhalten die Kommunen nie da gewesene Freiheiten in Bezug auf das Bauplanungsrecht. Ein interdisziplinär besetztes Podium beleuchtete am 20. Oktober 2025 die Vor- und Nachteile für Mensch und Umwelt.
Umbauturbo statt Bauturbo?
Video-Dokumentation
Nach der Begrüßung durch Sonja Jiménez (Stabstelle Schöpfung und Umwelt) erläuterte Philipp George (Klimaschutz im Bundestag e. V.) in einem Impulsvortrag die Änderungen, die der Bauturbo mit sich bringt. So können künftig Projekte im Außenbereich auch ohne Bebauungsplan realisiert werden – ein ernstzunehmendes Risiko für landwirtschaftlich genutzte Flächen. Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen für eine kluge Nachverdichtung: etwa durch Aufstockungen, Wohnprojekte in Gewerbegebieten oder die Umnutzung von Büros.
Der Gesetzentwurf verspricht neue Freiheiten, wirft aber auch viele Fragen auf. Welche gesellschaftlichen Ziele wollen wir mit diesen Freiheiten erreichen? Wie lässt sich verhindern, dass neue Projekte unsere Flächen- und Klimaziele torpedieren? Wie können wir gezielt günstige, barrierefreie und flächenschonende Wohnungen schaffen? Und: Müssen wir überhaupt so viel neu bauen – oder brauchen wir vor allem ein besseres Wohnraummanagement?
Diese Fragen diskutierten im Anschluss Martin Linser (Vizepräsident Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband e.V.), Dipl.-Ing. (FH) Manfred Sautter (stv. Bezirksvorsitzender, Architektenkammer Baden-Württemberg) und Sophie Schwer (Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen im Freiburger Gemeinderat). Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von Dr. Rebecca Albert (Katholische Akademie).
Vortrag und Podiumsdiskussion sind hier veröffentlicht:
Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Schöpfung und Umwelt der Erzdiözese Freiburg sowie Klimaschutz im Bundestag e.V. und dem Deutschen Gewerkschaftsbund statt.



