Hat die Theologie noch eine Stimme?

Talk im KomTurm mit Magnus Striet

Die dritte Folge der Freiburger Akademie-Reihe „Talk im KomTurm“ widmet sich der aktuellen Lage der Theologie. Zu Gast ist diesmal Magnus Striet, Professor für Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie an der Universität Freiburg.

Im Gespräch mit Akademiedirektor Karsten Kreutzer nimmt Magnus Striet insbesondere zu folgenden Fragen Stellung:
  • Vor welchen Aufgaben und Herausforderungen steht die Theologie heute? Welche Themen sollten derzeit prioritär bearbeitet werden?
  • Wie stellt sich die theologiepolitische Lage in Deutschland dar? Wie ist die Einbindung in die Universität zu bewerten? Was sollte bewahrt werden, was wird sich verändern – und wofür lohnt es sich zu kämpfen?
  • Welche Rolle spielt die Theologie angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wie neuem Autoritarismus, dem Erstarken der extremen Rechten oder der Infragestellung demokratischer Strukturen?
  • Welche Funktion kommt der katholischen Theologie innerhalb der Kirche zu? Findet sie Gehör? Kann sie ihre Arbeit in der nötigen Freiheit entfalten?
 
Es mag überraschen: Striet sieht in der gegenwärtigen theologischen Landschaft vor allem die Gottesfrage vernachlässigt. Gerade angesichts weltweiter religionspolitischer Entwicklungen und eines religiös grundierten Autoritarismus hält er sie jedoch für besonders dringlich. Den katholischen Bischöfen gibt er mit auf den Weg: „Begebt euch in die liberale Moderne – sie ist eine Chance für den Glauben. […] Mehr Mut, mehr Mut, mehr Mut.“
 
Das Gespräch ist hier veröffentlicht:
 
 
Die KomTurm-Gespräche laden zwar ausgewiesene Fachleute ein, verstehen sich jedoch nicht als Expertendebatten. Vielmehr suchen sie aus einer Art Vogelperspektive nach Orientierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern. Der Titel der Reihe verweist auf den aktuellen Standort der Akademie: Während der Sanierung des Tagungshauses arbeitet das Team im KomTurm im Freiburger Norden. Aus der siebten Etage eröffnet sich ein beeindruckender Rundumblick über Freiburg, den Schwarzwald und bis zu den Vogesen. Diese räumliche Weite prägt auch die Gespräche – analytisch, offen und zugewandt.
 
Neue Folgen erscheinen monatlich. Die nächste Folge erscheint am 16. März.