Osteuropäische Perspektiven 2026

Literatur, Geschichte und Politik für ein Europa der Zukunft
Termin
Do. 26.11.2026 - Sa. 28.11.2026, >>> Präsenz mit Livestream
Diskursfestival
Katholische Akademie in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Osteuropäische Geschichte der Universität Freiburg, dem Literaturhaus Freiburg und der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Beschreibung
Die erste Ausgabe des Diskursfestivals „Osteuropäische Perspektiven“ in Freiburg im Dezember 2024 fand vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine und unter dem Eindruck des Kampfes der Bevölkerung in Georgien für Demokratie und Unabhängigkeit statt. In beiden Staaten müssen sich die Menschen gegen die imperialen Bestrebungen von Putins Russland zur Wehr setzen. Sie kämpfen für ihre Unabhängigkeit und appellieren an Europa und die Europäer, sie in ihrem verzweifelten Ringen nicht allein zu lassen. Daran hat sich zwei Jahre später nichts geändert.
Die Perspektiven Osteuropas im Jahr 2026 werden jedoch von einer völlig veränderten geopolitischen Situation bestimmt. Dem aggressiven Großmachtstreben Russlands steht nicht mehr ein halbwegs geeinter „Westen“ gegenüber, in dem die USA, Großbritannien und die EU-Staaten gemeinsam die Länder des postsowjetischen Einflussbereichs unterstützen. Inzwischen haben sich die USA unter Trump aus dieser gemeinsamen Politik zurückgezogen. Trump „dealt“ mit Putin ohne Rücksicht auf europäische Interessen und eine verbleibende europäische „Koalition der Willigen“ ringt darum, die ausbleibenden Hilfsleistungen aus den USA zu kompensieren.
Neue kriegerische Handlungen und Kriegsdrohungen drohen das Leid der Menschen in der Ukraine aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verdrängen. Gleiches gilt für die Freiheitskämpfe in Georgien und anderen Teilen Osteuropas. Im Windschatten immer neuer internationaler Krisen kann Putin sein neoimperiales Projekt weiterverfolgen. Die für Jahrzehnte gültige, regelbasierte Ordnung der Welt ist aus den Fugen geraten, und während wir diese Veranstaltung planen, kann noch niemand wissen, in welcher Art von Unordnung sich die Welt im November befinden wird.
Diese fundamentale Verunsicherung wird und muss eines der Themen sein, über die wir uns in den „Osteuropäischen Perspektiven 2026“ verständigen werden. Ermutigt durch den Zuspruch des Publikums und der Mitwirkenden an unserer ersten Ausgabe vor zwei Jahren wollen wir unsere Bemühungen fortsetzen, das Projekt Europa wieder stärker als Garant für Demokratie, Frieden und Freiheit wahrzunehmen. Dabei wird es entscheidend darauf ankommen, die Anliegen der Länder Mittel- und Osteuropas als europäische Aufgaben zu begreifen.
 
Studienleitung: Josef Mackert
Ort: Universität Freiburg
 
Das Einzelprogramm mit weiteren Informationen wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Kontakt
Veranstaltungsort
Universität Freiburg, Hörsaal wird noch bekannt gegeben
Veranstalter
Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg
Postfach 9 47
79009 Freiburg
Telefon: 0761 31918-0