Am 29. April 2026 diskutierten Expertinnen, Experten und Gäste über die oft unterschätzte Diskriminierung aufgrund des Lebensalters – den Ageismus. Im Rahmen der Veranstaltung „Respekt kennt kein Alter - Menschen aller Lebensalter in ihrer Vielfalt wertschätzen“ wurden Stereotype und Vorurteile gegenüber Menschen jeden Alters beleuchtet und Wege zu einem respektvollen Miteinander der Generationen aufgezeigt.
Respekt kennt kein Alter - Menschen aller Lebensalter in ihrer Vielfalt wertschätzen
Video-Dokumentation
In ihrem Impulsvortrag machte Prof. Dr. Verena Klusmann-Weißkopf (Hochschule Furtwangen)) deutlich, dass Altersbilder stark von gesellschaftlichen Normen geprägt sind. Zwar können diese realistisch sein, doch oft sind sie positiv oder negativ überzeichnet. Dadurch wird die Vielfalt innerhalb einer Altersgruppe stark unterschätzt. Ein abschließender Faktencheck regte die Teilnehmenden – sowohl vor Ort als auch online – zum Umdenken über Altersbilder an.
In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Johannes Braun (FORUM älterwerden), brachten Ria Hinken (Initiative Alterskompetenz) und Jonas Straube (Pädagogische Leitung Freiwilligendienste & youngcaritas) praktische Erfahrungen und Ansätze ein. Thematisiert wurden unter anderem die Auswirkungen der Digitalisierung, die Radikalisierung älterer Menschen sowie der Abbau von Vorurteilen durch gemeinsame Begegnungen – sei es beim Engagement für bestimmte Themen oder beim Aufeinandertreffen im Freiwilligendienst.
Die Veranstaltung zeigte: Ageismus betrifft alle Altersgruppen und kann sogar gesundheitliche Folgen haben. Positive Altersbilder können die Lebenserwartung erhöhen. Ein breiter Dialog ist dringend nötig, um ein respektvolles Miteinander zu fördern. Klusmann-Weißkopf resümierte abschließend: „Das beste Alter ist jetzt.“
Die Veranstaltung der Katholische Akademie Freiburg fand in Zusammenarbeit mit dem FORUM älterwerden der Erzdiözese Freiburg e.V. im Rahmen der Kampagne 'Respekt kennt kein Alter' statt.



