„Wie kann Gott das zulassen?“ – Jugendliche diskutieren über Gott und das Leid

Am 14. Oktober 2026 stellten sich ca. 120 Schülerinnen und Schüler aus kirchlichen und staatlichen Schulen beim theologischen Studientag „Gipfeltreffen“ der Theodizee-Frage. Auf diese existentiell schwer „verdauliche“ und intellektuell anspruchsvolle Kost wurden die Religions-Oberstufenkurse seit Schuljahresbeginn im Unterricht vorbereitet. Am Studientag selbst unterstützten sie ca. 20 Studierende der Theologie von der Universität und der Pädagogischen Hochschule Freiburg in Gesprächsgruppen.

Gruppenfoto von 120 Schülerinnen und Schüler im grünen Innenhof des Collegium Borromaeum
Die Palliativmedizinerin Dr. Miriam van Buiren von der Kinderklinik der Universitätsklinik Freiburg begleitet mit ihrem Team junge Patientinnen und Patienten mit ihren Familien in deren schweren Krankheitsverläufen und auf deren letzten Lebenswegen. Herausgefordert durch ihre Fall-Schilderungen fragten sich die Schülerinnen und Schüler, wie Gott solches Leid zulassen kann und wie Kinder, Jugendliche, die Familien und das Klinik-Team mit diesen Situationen umgehen können. Prof. Dr. Magnus Striet von der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg erläuterte philosophische, theologische und historische Hintergründe der Frage nach der Rechtfertigung Gottes angesichts des physischen Leids, mutete den Reli-Kursen aber auch einiges zu. Er zeigte auf, dass es keine intellektuell befriedigende Antwort auf diese Frage gibt, sondern letztlich nur die individuelle Hoffnung, dass Gott angesichts des erfahrenen Leids im Tod rettet. Wie sehr das Thema die Lebenswirklichkeit und die Fragen der jungen Menschen traf, machten die Stille im Raum während der Vorträge, aber auch die rege Beteiligung an der Abschlussdiskussion deutlich.
 
Der Studientag „Gipfeltreffen“ wird gemeinsam von der Katholischen Akademie und der Hauptabteilung Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg verantwortet und in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg durchgeführt. Finanziell unterstützt hat auch die Erzbischof Hermann Stiftung der Erzdiözese Freiburg.
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