Rossinis „Petite Messe“ ist keineswegs klein, sondern abendfüllend! Vier Vokalsolisten, Chor und drei Tastenspieler an zwei Flügeln und einem Harmonium wirken zusammen. Sie präsentieren, wie Rossini sich in seinen späten Lebensjahren im Pariser Vorort Passy der ehrwürdigen Gattung der Messe zugewandt hat. Dabei blickt er auf die große Tradition der Chormusik zurück, etwa mit mitreißenden Doppelfugen à la Bach. Vor allem aber entdeckt er im liturgischen Text dramatische Aspekte wie kein Komponist vor ihm! Ein Heldentenor singt von Christus als einem Helden, aber auch die Friedensbitte „Dona nobis pacem“ hören wir im Klanggewand einer packenden Opernszene.
Rossini spart auch nicht mit Humor. Gleich im Vorwort wendet er sich an den lieben Gott mit den Worten „Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies!“ Den Chor nennt er die „Cherubim“, womit die Engel um Gottes Thron gemeint sind, und beim Credo erfindet er das merkwürdige Tempo „Allegro cristiano“, aber wie schnell ist das? Dirigent Frank Markowitsch, Pianist Martin Müller und Meinrad Walter widmen sich – unterhaltsam redend, am Klavier erläuternd und nicht zuletzt mit dem Publikum diskutierend - den Hintergründen und der vielfarbigen Klangwelt von Rossinis „feierlicher“ Messe.
Mitwirkende:
Prof. Frank Markowitsch (Dirigent und Hochschullehrer, Künstlerischer Leiter des Freiburger Bachchors, Freiburg)
Dozent Martin Müller (Hochschullehrer für Historische Aufführungspraxis / Assistenz Freiburger Bachchor)
Die Kosten und nähere Informationen werden mit Fertigstellung des Einzelprogramms bekannt gegeben. Wir bitten um etwas Geduld.
Die Aufführung mit dem Freiburger Bachchor ist am Sonntag, 8. November 2026 um 19 Uhr in der Kirche St. Johann, Freiburg. Eintrittskarten zu diesem Konzert gibt es nicht bei der Katholischen Akademie, sondern bei den üblichen Vorverkaufsstellen.




